Mein Sohn und Lieblingsglatzkopf hat nach einer chaotischen Anfangszeit in Hannover – der Stadt, die so voller Beton ist, dass selbst er keine Allergien zu befürchten hat – mit seinen 23 Jahren endlich ein nettes Mädel und eine genehme Wohnung gefunden. In dieser Reihenfolge.
Sie heißt Stephy, ist 29, hat rote Haare und ist jetzt seit über einem Jahr mit ihm zusammen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Meinen Sohn an eine aus der roten Sippschaft zu verlieren ist keine Schande. Genetisch werden die Kinder ohnehin rote Haare bekommen, da Chris auf diesem Gebiet nicht beimischen kann.
Zusammen leben sie jetzt auf 55qm, kochen fleissig und professionalisieren ihr Sushi-Handwerk. Fingerfertigkeit benötigt Chris auch beim zusammenbauen und bemalen von Fantasy-Miniaturen. Dazu hört er nach wie vor lauten Metal, wenngleich Röcke und T-Shirts langsam aber sicher verkauft werden. Kaufen wird er sich dicke Pullis, Thermohosen und jede menge Mützen, denn auf lange Sicht hält ihn nichts in Deutschland. Ihn zieht es in den Norden, wo Männer noch Männer, Frauen noch Frauen und heiße Schwedinnen noch heiße Schwedinnen sind.
Notizen:
- Neuerdings finden sich in Chris Badezimmer auch Föhn und Shampoo;
- Geschickterweise verraten meine roten Haare auf Chris Kopfkissen die Affäre mit mir nur noch durch ihre Länge;
- Chris schafft es, selbst Weihnachtsplätzchen gruselig aussehen zu lassen.
Desmond lebt das bürokratisch trübe Leben eines Beamten des BND. Sein Alltagstrott wird jedoch unerwartet unterbrochen, als seine Fähigkeiten vom Militär eingefordert werden: Er soll einen seltsamen Vorfall in Zusammenhang mit einem Luftüberwachungsexperiment untersuchen. Dabei trifft er auf David, der – wie man beim Militär glaubt glaubt – mehr über den Zwischenfall weiß, als er zugibt. Desmond ist mit der für ihn neuen Situation völlig überfordert und tritt durch seine Untersuchung unabsichtlich eine wahnwitzige Kette von Entwicklungen los. Als David schließlich spurlos verschwindet und dessen Freundin Desmond bedrängt, muss er für sich entscheiden, ob er die Verantwortung für seine Arbeit auch weiterhin tragen will. Dabei stellt sich für ihn die Frage, wie weit der Staat Einblick in das Privatleben der Bürger nehmen darf und sollte.
Buchinfo Türspione – Ein Datenschutzroman Malte Klingenhäger ISBN 9783869911939 Monsenstein & Vannerdat Softcover 234 Seiten 13,80EUR Direkt & versandkostenfrei beim Verlag bestellbar oder bei getdigital.de. (Auch bei Amazon gelistet)
Mein zweiter Anruf führte mich - inzwischen sind fast 3 Wochen vergangen - zu unserem Member MadMax, der sich trotz knapper Zeit eine ganze halbe Stunde für mein Palaver nahm. Eigentlich sollte ER ja reden, aber Ihr wisst ja, wie das mit mir läuft. Wehe, wenn er losgelassen…
Bei Max gibt es allerhand Spannendes zu vermelden. Spannend, weil er es anscheinend vor uns geheim halten wollte. So heiratete er am 13.11 des vergangenen Jahres seine Freundin Julia. Die junge Dame habe ich auch schon persönlich kennengelernt und nach gründlichem Beschnuppern als für Max gut genug befunden. Mehr noch: Sie ist sehr nett und verprügelt Ihren Freund höchstens ausversehen - überschwängliche Entschuldigungen inbegriffen. Max steckt derartige Demütigungen leicht weg, schließlich war er in unserem Clan.
Zusammen mit Julia ist Max inzwischen nach Essen gezogen und erkundet jetzt die Stadt. Noch ist alles neu und muss ausgekundschaftet werden. Es scheint ihm aber gut zu gefallen. Zurück nach Wuppertal will er nicht.
Die größte Überraschung, auch wenn die meisten schon davon wissen, ist jedoch seine Leistung im Bett. Statt herumzubummeln und den Tag darin zu verschlafen, nutzt er es als Produktionsstätte für Kinder. Am 13. Januar diesen Jahres ist seine Tochter Marla geboren worden. Daher dreht sich bei Julia und Max im Moment alles um das Baby und wenn ich die Zeit richtig abgeschätzt habe, krabbelt Marla bald schon um die Beiden herum.
Leider hat Max mir nur ein Bild von SICH geschickt, anstatt seine beiden Schätze zu präsentieren (Ne, Dude, ich mein die beiden Frauen)) Und dieses Bild ist vielleicht sogar geshopped, denn er schämt sich im Moment für seine Leibesfülle. Zumindest behauptet er, während der Schwangerschaft seiner Frau furchtbar zugenommen zu haben. Wer die Lücke in der Logik bemerkt, darf sich reinsetzen. Wir sollten ihn dazu bringen, ein besseres Photo nachzureichen.
In Zukunft wird die kleine Marla wohl auch etwas selbstständiger werden und die Eltern können sie zumindest kurzzeitig zu Oma&Opa abschieben, um endlich etwas Zeit für sich zurückzugewinnen. Laut Max bestehen auch bei ihm Pläne zur Selbstständigkeit, allerdings sind diese noch topf-sekret.
Notizen:
- Max stimmt mit mir überein, dass sich seit unserer Stadtflucht aus Wuppertal die Anzahl der hübschen Menschen dort fast halbiert hat – Wer's nicht glaubt, darf Mittags mal die Berliner Straße entlang flanieren;
- In Max Köfferchen befinden sich inzwischen nur noch Windeln, Schnuller und seltsam anregendes Babypuder;
- Julia achtet auf Max benehmen und coached ihn während Telefonaten aus dem Hintergrund ( "Und jetzt sag: Danke!" ).
Blog hat er nicht, die kompromittierenden Videos auf YouTube scheinen gelöscht, drum gibt es keinen Link :
Mein erstes Telefonat führte ich gestern, am Samstag den 13.03.2010, mit Uwe. Bei den Schnuffis auch bekannt als der Herr mit der Anti-Kasi Rail und wahrscheinlich taktischster SN'OOT Spieler, der den Sound in Quake nicht nur als Rückkopplung eines: "Hoppla, hab ICH da etwa geschossen" - wahrnahm, sondern zur Ortung. Außerdem spielt sich unsere Webpräsenz bereits seit Jahren auf seinem Webspace ab.
Während er noch bei uns spielte, schloss Uwe sein Studium ab und begann seine Karriere bei 1&1 in Karlsruhe, wo er auch heute noch arbeitet und wohnt. Unter anderem ist er als Network Engineer für das Hosting von gmx.de und web.de verantwortlich und hat aus diesen Gründen auch veranlasst, dass ich seine Telefonnummer hier nicht veröffentlichen darf. Da er trotz vollem Gehalt noch einige Zeit in einer WG wohnte, konnte er sich vor einiger Zeit mit einem beherzten Griff in seine Portokasse eine brandneue Eigentumswohnung leisten.
Diese Wohnung ist es auch, die - neben abenteuerlichen Urlaubsfahrten und seiner Arbeit - das Zentrum seiner derzeitigen Aufmerksamkeit bildet. Er richtet sie ohne Kosten zu scheuen ein. Die Stühle gefallen ihm beispielsweise erst, wenn ihr Preisschild mein aktuelles Monatsgehalt preisgibt. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum er sein aktuelles Hobby als SPIEßERTUM angibt. Nebenbei spielt er Enemy Territory (das Alte, weil umsonst und weil Uwe ja SO UNGERN was ausgibt...), zumindest wenn er nicht gerade vom Punkbuster gekickt wird - ANGEBLICH ein Linux Problem.
In zwei Monaten wird Uwe Patenonkel, sofern er es bis dahin noch macht. Denn in Karlsruhe lebt es sich gefährlich. In der vergangenen Woche ist Uwe bereits ausgeraubt und überfahren worden. Eine junge Dame hat ihn in erfrischender Abwechslung vom sonst üblichen Pfefferspray mit ihrem Wagen zu überfahren versucht. Sie bekam ihn allerdings nur auf den Kühler. Darüber hinaus wurde in Uwes Keller eingebrochen und eine Cola Kiste im Wert von knapp 15 Euro (in Worten: fünfzehn!) entwendet. Dabei wurde leider auch die Kellertür völlig ramponiert, was im Vergleich dazu mit läppischen 300 Euro zu Buche schlägt.
Trotz alledem will Uwe seinen gefährlichen Lebensstil nicht weiter einschränken. So frühstückt er schon mal nur Smarties und hat anklingen lassen, dass ein Besuch meinerseits, sagen wir, geduldet würde.
Notizen:
- Uwe telefoniert durchgehend mit Headset. So hört man ihn Kochen, Backen, Spülen, Kacken und ausgiebig die Finger knacken;
- Seit er sich eine Waschmaschine geleistet hat, muss er nicht mehr zu Mutti pendeln.
Inzwischen dürfte es auch den Langsameren unter uns aufgefallen sein (Hallo Necron!): Die Schnuffis sind inaktiv!
Eine Lüge! - behaupte ich, denn wo es an Aktivität mit der Railgun mangelt, wird die Tatkraft in andere Richtungen umgleitet worden sein. Diese Richtungen möchte ich in Erfahrung bringen. In einer Art "Was macht eigentlich...XYZ" Rubrik - Meine Antwort auf die Frage, welche Art von Inhalt auf dieser Seite überhaupt noch erscheinen sollte und für Euch interessant sein könnte.
Im Laufe der nächsten Wochen werde ich mich also bei den ehemaligen Schnuffis melden und versuchen, so allerlei in Erfahrung zu bringen. Im Moment sammel ich noch Namen und stelle einen groben Fragekatalog zusammen. Falls Ihr dazu Anregungen habt, schreibt mir oder lasst einen Kommentar zurück.
Abgesehen von meinen Recherchen, könnt Ihr euch auch gerne eigenständig melden. Vielleicht schaffen wir es sogar, dieses Jahr doch noch ein kleines Treffen irgendwo abzuhalten. Nicht das ich euch vermissen würde, nicht, dass ich es offen zugäbe, einfach so.
2009 ist angebrochen und die ganze Schnuffi-Crew wünscht euch ein frohes neues und vor allem gesundes Jahr.
Das abgelaufene Jahr war verhältnismäßig ruhig, doch 2009 wollen wir neu angreifen - macht euch also bereit. Putzt die Waffen, reinigt die Arenen und schreibt euch neue Binds in die Config für Statsreset - Wir kommen wieder!
Für alle Freunde von Böllern/Raketen und sonstigen Knallern schaut euch mal die Explosion meines selbstgebastelten Kracher an:
Grün ist was er raucht, grausam ist die Methode wie er die Gegner mit seiner Pummel zerstört.
Sein Name ist Programm: Bing aka DrDude aka "Vorm Train muss ich nochmal kacken und ans Fenster" feiert heute seinen 29. Geburtstag und wir gratulieren alle herzlich und wünschen dir alles Gute. Mögen sich deine Wünsche für's neue Lebensjahr erfüllen (mal wieder ein neuer PC?).